Die Burg: Aufbruch trotz Hemmnis

Nach dem Teilabriss geht das Bauprojekt in eine neue Phase

Die letzten Container mit Restschutt verlassen in diesen Tagen die Baustelle des künftigen Wohnkomplexes Burg an der Salzufler Allee. Dann wird die erste Phase des derzeit größten Bauprojekts der Stadt Luckenwalde fristgerecht beendet sein. Seit Jahresbeginn sind die vier Eckgebäude des Plattenbaus abgerissen, sämtliche Wohnungen bis auf tragende Wände und Decken entkernt worden.

Rohbau heißt der nächste Schritt auf dem Weg zu neuem Wohn- und Lebensraum für nahezu 400 Menschen. Am liebsten würde Geschäftsführer Frank Schmidt von den Luckenwaldern schon morgen Kräne, Baumaschinen und Handwerker bei der Arbeit sehen. Bauunternehmen machen sich allerdings derzeit rar, wenn es darum geht, langfristig geltende Angebote abzugeben. Schmidt: „Die Firmen müssen sich zu festen Terminen und Preisen verpflichten, und beides ist derzeit schwer zu kalkulieren.“

Inflation und kräftig steigende Preise machen Unternehmen und Bauherren eine Vorausschau schwer. Hinzu kommt, meint Projektleiterin Nicole Braune, dass „die Baufirmen noch gefüllte Auftragsbücher haben und kaum freie Kapazitäten“.

Das brachte die Wohnungsgesellschaft unlängst auf die Idee zu getrennten Ausschreibungen beim Rohbau. Zum einen geht es jetzt darum, ein Unternehmen für das Errichten der neuen Eckgebäude zu finden und ein anderes für die Rohbauarbeiten an den Bestandsgebäuden. Allen wäre damit gedient, sagt Geschäftsführer Schmidt, weil die Unwägbarkeiten auf mehrere Schultern verteilt sind.

Dann wird das Vorzeigeprojekt der Stadt Luckenwalde in einen neuen Bauabschnitt geführt und nach Monaten des Abrisses werden die Konturen des künftigen Wohnkomplexes deutlich.