Bürgerenergiegenossenschaft, Stadtwerke und DIE LUCKENWALDER realisieren gemeinsames Projekt

Erste Mieterstromanlage in Teltow-Fläming geht im Herbst in Luckenwalde ans Netz

In Kooperation der Bürgerenergiegenossenschaft Teltow-Fläming, den Städtischen Betriebswerken und der Wohnungsgesellschaft DIE LUCKENWALDER, wird auf dem Wohnhaus Salzufler Allee 32 – 36 in Luckenwalde eine Photovoltaikanlage mit rund 72 kWp errichtet. 

Gemäß Registerdaten der Bundesnetzagentur handelt es sich um die erste Mieterstromanlage im Landkreis Teltow-Fläming und die größte im Land Brandenburg. 

„Um Mieterstrom wirtschaftlich attraktiver zu machen, hat der Bundestag am 29. Juni 2017 das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom verabschiedet. Ziel war es, dass Mieter in ähnlicher Weise von den Kostenvorteilen des an Ort und Stelle erzeugten und ohne Umweg über das öffentliche Netz verbrauchten Stroms profitieren, wie zuvor nur die Besitzer von Eigenheimen mit eigener Photovoltaikanlage“, erläutert der Vorsitzende der Energiegenossenschaft Detlev von der Heide. 

Dazu ergänzt Frank Schmidt, Geschäftsführer der Luckenwalder Wohnungsgesellschaft: „Mieterstromanlagen leisten nicht nur einen großen Beitrag zum Klimaschutz, sondern tragen auch zur nachhaltigen Verringerung der Wohnnebenkosten bei. Die Kosten für den Anteil des Mieterstroms an den gesamten Stromkosten bleiben für einen Zeitraum von 20 Jahren weitestgehend stabil. Die Mieter beziehen den lokal erzeugten Sonnenstrom nicht nur direkt vom eigenen Dach, die Städtischen Betriebswerke können den Photovoltaikstrom auch mindestens 10 Prozent günstiger anbieten, als den eigenen Local Classic Tarif.“

„Der Stromverbrauch im Quartier Salzufler Allee 32-36 mit 50 Wohneinheiten liegt derzeit bei rund 100.000 KWh im Jahr. Circa ein Drittel (36.500 kWh) davon kann zukünftig von der Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt werden. Da die Zeiten der Erzeugung und des Verbrauchs nicht immer identisch sind, entsteht tagsüber ein Überschuss von ca. 27.000 kWh (ca. 41%), der dann in unser Netz eingespeist wird“, so Christian Buddeweg, Geschäftsführer der Städtischen Betriebswerke. Durch die Erzeugung des Photovoltaikstroms werden jährlich ca. 38.000 kg klimaschädliches CO2vermieden. Abhängig vom Ergebnis der Ausschreibung und Verfügbarkeit des ausführenden Unternehmens rechnen alle Partner mit einer Realisierung des Projektes bis Ende September 2019.