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Zuhause im Alter

Komfort für Zuhause

„Seniorengerecht, barrierefrei und Zuhause wohnen im Alter“ sind Themen der Wohnungsgesellschaft DIE LUCKENWALDER


Wir interviewten zu diesem Themenkomplex den Geschäftsführer Horst-Ulrich König, da DIE LUCKENWALDER einen Ausstellungsraum für altengerechtes Wohnen geschaffen hat und damit Vorreiter in der Region ist.

Herr König, ihre Geschäftsstelle der Wohnungsgesellschaft
DIE LUCKENWALDER ist neu gestaltet worden. Warum geben Sie einer Ausstellung unter dem Thema „Zuhause im Alter“ so viel Raum?

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Horst-Ulrich König:
In unserem neuen Kundencenter wollen wir unseren Kunden zeigen, wie sie sich in ihren Wohnungen bis ins hohe Alter wohlfühlen können. Und um das Gefühl zu entwickeln, muss man wohnen eben erleben, so wie es unser Slogan „wohnen ist erleben“ ausdrückt.

Wir zeigen ausgewählte Ausstattungselemente, von Innentüren, Fussbodenbelägen , Fliesen über begehbare Badewannen bis hin zu einer ebenerdigen Dusche. Unsere Neukunden können sich ihre Wohnung zusammenstellen und wir empfehlen die altersbezogenen Besonderheiten. Und unsere langjährigen Kunden können „erleben“, welche Vorteile ihnen eine Dusche bringt, an der Stelle, an der heute eine Badewanne steht, die sie wegen ihrer eingeschränkten Beweglichkeit nicht mehr nutzen können.

Dieser Präsentation sind dank der von der Stadt Luckenwalde zur Verfügung gestellten Fördermittel Elemente hinzugefügt worden, die sich auf den Bedarf von älter werdenden und in der Mobilität eingeschränkten Menschen ausrichten. Das ist eine kongeniale Ergänzung. Es geht jetzt nicht nur um Bodengestaltung oder um Armaturenauswahl, sondern es kann nun auch darum gehen, Hilfsmittel zu zeigen und auszuprobieren, wie z.B. einen Badewannenlift oder die besondere Badewanne mit eingebauter Tür. Und dadurch wurde auch der Treppen-Sitzlift möglich und der Plattformlift für den Rollstuhlfahrer und sogar das Highlight, die senioren- und behindertengerechte Küche.


Gutes Stichwort: Sie zeigen sogar wie eine seniorengerechte Küche beschaffen sein sollte. Was ist das Besondere daran?


Horst-Ulrich König:
Die Küche rückt immer mehr in den Lebensmittelpunkt eines Haushaltes und sollte sich an den jeweiligen Bedürfnissen der Nutzer orientieren.

Die Unterschränke sind mit schienengelagerten Schubladen versehen. Statt fast in den Schrank kriechen zu müssen, um an einen Topf zu kommen, kann jetzt von einem Stuhl aus die Lade aufgezogen werden, was die Übersicht und die Zugänglichkeit enorm verbessert.

Hohe Oberschränke sind modern, aber für viele nicht mehr erreichbar. Wenn der Nutzer nicht an den Oberschrank kommt, muss eben der Schrank zum Nutzer kommen und deshalb senkt sich der Oberschrank per Knopfdruck auf einer Fernbedienung ab.

Alles wurde unter dem Aspekt geplant, leicht zugänglich zu sein, stehend oder sitzend.

Was muss noch alles bedacht werden, um im Alter zuhause wohnen zu bleiben?

Horst-Ulrich König:
Das Marktforschungsinstitut GfK hat herausgefunden, dass 49,5 % der Menschen sich entscheiden würden, trotz Hilfsbedürftigkeit „zu Hause“, also in der vertrauten Umgebung, bleiben zu wollen.

Um im Alter daheim bleiben zu können, sind viele Menschen auch bereit, ungünstige Wohnbedingungen wie schmale Türen, Treppen oder enge Bäder in Kauf zu nehmen oder sich mit den Gegebenheiten abzufinden. Sie wissen oft gar nicht von den Möglichkeiten der Wohnraumanpassung oder des Hilfsmitteleinsatzes.

Fragen wie: Was ist technisch überhaupt möglich? Welche Maßnahmen sind in meinem Fall nötig und sinnvoll? Was ist machbar und bezahlbar? Das versuchen wir zu zeigen und beratend zur Seite zu stehen.

Das wichtigste ist also, keine Scheu zu haben, die eigene Situation zu schildern und Fragen zu stellen.


Das klingt schwierig. Können Ihre Mitarbeiter diesen Beratungsbedarf leisten?


Horst-Ulrich König:
Ja, wir beraten die Kunden, die in unsere Wohnungen ziehen oder auch die Mieter, die schon viele Jahre bei uns wohnen.

Darüber hinaus wird es ein Beratungsangebot für jeden geben, der sich mit dem Thema „Zuhause im Alter“ beschäftigt. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wird eine Beratungsangebot entwickelt, um sachkundigen Rat geben können. Der Beratungsplatz ist ebenfalls fertig und mit dem Start ins neue Jahr werden Antworten zusammengetragen, um den Ansprechpartner der „Anlaufstelle“ auf die vielen Fragen vorzubereiten, wie z.B.:
Was kosten diese Umbaumaßnahmen und wie können diese finanziert werden? Hat derjenige Anspruch auf Fördermittel durch die Pflegekasse? Kommt das KfW-Förderprogramm „Altersgerecht umbauen“ für den Ratsuchenden und Bedürftigen in Betracht und wie kann gegebenenfalls die Zustimmung des Vermieters für Umbaumaßnahmen gewonnen werden? Welche Handwerksbetriebe oder Dienstleister haben entsprechende Referenzen, etc.?

Wir zeigen u.a. zwei Arten von Treppenliften. Einer ist mit Sitzgelegenheit, der andere für Rollstuhlfahrer geschaffen. Welche Vorschriften zum Einbau und Betrieb, welche Treppenbreiten sind notwendig, was ist alles zu beachten, sind Überlegungen, die natürlich Beratungsbedarf hervorrufen.


Manche der hier ausgestellten Ausstattungselemente setzen gar nicht den Eintritt der Hilfsbedürftigkeit voraus, sondern machen auch im Hinblick auf das Älterwerden bereits dann Sinn, wenn Neuanschaffung oder Renovierungen ohnehin geplant werden.


Horst-Ulrich König:
Wir wollen anregen, frühzeitig und vor allem bei anstehenden Baumaßnahmen, diese Chancen mit aufzunehmen und zeigen dafür Möglichkeiten. Eine der Maßnahmen war, dass wir unserer Ausstellung barrierefrei erreichbar gestaltet haben. „Keine Stufe bis in die Dusche!“

Das Ganze Thema rund um das zu Hause Wohnen bis ins hohe Alter ist ein Einwicklungsprozess, den man einleiten kann, wenn man „kann“ und nicht erst, wenn man „muß“!
Wir haben die Anschauungsobjekte zum „Anfassen“ geschaffen, das Beratungsangebot wird im ersten Quartal ergänzt

 

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